Die USA als Imperialmacht:
Die USA werden deshalb als Imperium angesehen, obwohl sie keine formellen Kolonien haben, weil sie einen verhältnismäßig großen Einfluss und eine Schutzfunktion auf verschiedene Staaten haben und somit im Austausch dafür Luftwaffen- und Bodentruppen- und Hafenstützpunkte in diesen Ländern errichten dürfen.
Nachdem die wirtschaftliche Vormachtstellung der USA nach dem Zweiten Weltkrieg vollkommen hergestellt war und der Kalte Krieg begann, versuchten sowohl die Sowjet Union, als auch die USA auf europäischen Staaten Stützpunkte zu errichten und somit ihre Macht auszuweiten.
Die Sowjetunion wurde jedoch durch die anderen westlichen Mächte zurückgedrängt und beschränkte sich baute so sein eigenes Reich auf.
Unter dem Vorwand die innere Sicherheit aufrecht halten zu wollen, errichtete die USA auch Stützpunkte in anderen Ländern, mit denen sie Krieg führte (Südkorea, Japan, Kuba, etc.) und diese Taktik gipfelte in den Nahostkonflikten.
Seit dem zweiten Weltkrieg hat die USA ihr weltweites Stützpunktsystem so weit ausgebaut, dass sie heutzutage 217.673 Truppen im Nahen Osten, 98.087 Truppen in Europa, 67.237 Truppen in Asien 2.008 Truppen in Amerika (ohne USA) und 936 Truppen in Afrika stationiert haben (in 31 Ländern fast 385.000 Soldaten).
Obwohl die USA in den letzten 50 Jahren Unsummen an Geld ausgegeben haben um Krieg zu führen, besteht ihr „Imperium“ auch heute noch, weil ein ständiger Regierungswechsel zwischen Republikanern und Demokraten stattfand, und die Militärausgaben immer wieder, je nach Regierungspartei, gehoben und wieder gesenkt wurden.
Der britische Historiker Paul Kennedy ist der Meinung, dass das US-Imperium zur Zeit an einer Überdehnung leidet und die sie es sich mit der Zeit nicht mehr leisten können, alle ihre Stützpunkte im Nahen Osten und Zentralasien aufrechtzuerhalten und nur Geld in das Militär zu pumpen, während 45 Millionen Amerikaner unter der Armutsgrenze leben.
Ebenso meint er auch, dass es schon alleine im Gedankengut der US-Außenpolitik Streitigkeiten gebe.
Während die Einen sagen, „Wir sind ein Reich und wir sollten stolz darauf sein.“, meinen Andere „Was nützt es uns, wenn wir in einem Land, das mehr als 7.000km von uns entfernt liegt, die Demokratie einzuführen und eigene Soldaten verlieren, während wir hier mit anderen Problemen zu kämpfen haben.“
Er ist der Meinung, dass dem US-Imperium ein Untergang droht.
Er sagt zwar, es müsse kein fataler, sondern eher ein relativer Untergang sein, aber die Amerikaner sollten sich schon einmal darauf vorbereiten nicht mehr die Nummer 1 zu sein.
Er ist jedoch fest davon überzeugt, dass „ein kluger zukünftiger US-Präsident den relativen Untergang managen könnte und gleichzeitig die internationale Stabilität bewahren könnte.
Neue aufstrebende Mächte wie Indien, Russland, China und Brasilien werden zukünftig die Stellung Amerikas einnehmen und die Amerikaner werden Angst um ihren Einfluss haben.
Ein großer Teil ihres Einflusses liegt in den schon erwähnten Militärstützpunkten.
Paul Kennedy ist der Meinung, dass die USA auch diese Stellungen aufgeben sollen, denn wenn ein anderes Land kommt um diese Stellungen zu besetzen, nützt es ihnen ja doch nicht mehr, als den USA in den letzten 50 Jahren.
Und um wenigstens ein bisschen den Schein zu wahren, weiterhin die Nummer 1 zu sein, wäre dieser Schritt nötig.
Beweggründe für die Gründung eines Imperiums:
Imperium Romanum:
Das Imperium Romanum wollte mit der Expandierung sich den Einfluss über andere Völker sichern.
Sie wollten die ultimative Macht in der damaligen Welt sein und andere Völker von sich abhängig machen und andere Länder und Völker mit ihrer Kultur und Lebensweise beeinflussen.
Den Mittelmeerraum und Europa romanisieren.
British Empire:
Die Hauptbeweggründe der britischen Regierung waren seine wirtschaftliche Machtstellung zu erweitern und sich Rohstoffe unabhängig von anderen Staaten zu sichern.
US-Imperium:
Die USA errichteten unter dem Vorwand der Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit, jedoch auch durch Verträge, in rund 180 Staaten weltweit Stützpunkte um immer und überall, sollte Gefahr drohen sofort zugreifen zu können, und die Gefahr für das Amerikanische Volk zu bannen.
[Quellen:
http://www.imperiumromanum.com/
Profil 40 - 2.Oktober 2006
http://de.wikipedia.org/wiki/British_Empire
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_V ... England%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Imperium_romanum
http://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus
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