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 Betreff des Beitrags: Elysium Festakt zum 25jährigen Gründungsjubiläum
BeitragVerfasst: 27.05.2008 02:09 
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Bernried – Am Freitag, den 23. Mai,

präsentierte sich das Elysium Festival mit musikalischen und literarischen Fundstücken aus dem Lahr von Leitis Archiv. Die Überschrift der Kritik im Münchner Merkur brachte den Duktus des Abends auf den Punkt: „Vom Ringen der Exilanten um Identität“, denn alle Kompositionen und Texte stammten aus der Hand von Künstlern, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Thomas Lochte bemerkte in seiner Rezension weiterhin: „Man durfte auch heuer wieder staunen, was Intendant Gregorij H. von Leitis und Programmdirektor Michael Lahr aus ihrem musikalisch-literarischen Fundus hervorgezaubert hatten. Lochte lobte „Präzision und Ausdruck“ des Musikdirektors Dan Franklin Smith am Flügel, die „zurückgenommen-lyrische Vortragsweise“ des Baritons Bruce Rameker, die „große emotionale Präsenz“ der Sopranistin Gretchen Farrar und die „unbezahlbar gute Schauspielerin Christa Pillmann“.

Am Sonntag, den 25. Mai, feierte Elysium in Bernried seinen 25. Geburtstag. Pater Dr. Hermann Breulmann, Rektor der Jesuitenkirche St. Michael in München hielt die Festpredigt in der Klosterkirche St. Martin. Er verglich den Künstler und den religiösen Menschen mit einem Seiltänzer; das Seil, auf dem er tanzt, muss fest verankert sein. Oft sei ein Verankerungspunkt ein hoher Kirchturm. Derjenige, dessen Leben in einem transzendenten Punkt gegründet sei, könne sich auf dem Drahtseil auch auf das Risiko einlassen, in neue, unbekannte Welten vorzustoßen. Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von Mitgliedern des Elysium-Ensembles.

Anschließend fand in der Torbogenhalle und im Klosterhof bei wunderschönem Wetter ein Empfang für alle Gäste statt. Der Kreis der Freunde des Elysium Festivals Bernried unter seiner Vorsitzenden Elisabeth Rind-Schmidt zauberte köstliche Schnittchen zum guten Andechser Bier – ein wunderbarer bayerischer Auftakt. Bernrieds Bürgermeister Josef Steigenberger bedankte sich in seiner Begrüßungsansprache bei den Elysium-Machern für die Bereicherung, die das Festivalprogramm und die Sommerakademie seit einigen Jahren für Bernried bedeuten. Viele Ehrengäste trafen unterdessen ein, darunter die Vorsitzenden des Festkomitees, Alexandra Kauka aus den USA und Clemens von Schoeler aus München. Der Ehrenvorsitzende Kurt F. Viermetz landete, von Berlin kommend, in der fröhlichen Elysium-Runde, wo bereits der bayerische Staatsminister Dr. Thomas Goppel, Hofrätin Monika Kalista aus Salzburg und der amerikanische Generalkonsul Eric G. Nelson versammelt waren. Weitere Gäste waren: Dr. Klaus und Mary Ann Böhlhoff, Graf Michael Buquoy, Dr. Michael Dietl, Bernrieds Alt-Bürgermeister Walter Eberl, Schwester Erika Glötzl, Oberin der Missionsbenediktinerinnen im Kloster Bernried, Prinzessin Yvonne von Hessen, Daniel Hoster, Mitglied des Board of Directors der New Yorker Elysium-Organisation, Carl Kaess, Gräfin Rose Königsdorff, Dr. Antje-Katrin Kühnemann und ihr Mann Dr. Jörg Gühring, Anneliese Langner, Vorstandsvorsitzende der Dimicare Anneliese Langner Stiftung, Martin Richenhagen, CEO von Agco, dem größten Landmaschinenhersteller der Welt mit Sitz in Atlanta, Georgia und Candace Wehbe, Präsidentin von Swiss Enterprise.

Zu Beginn des Festessens im Gartensaal von Kloster Bernried begrüßte Alexandra Kauka die Gäste. In seiner Festrede betonte Staatsminister Goppel, wie wichtig für Bayern die guten und intensiven Beziehungen zu Amerika seien. Er lobte die Pionierarbeit, die Gregorij von Leitis mit seinem Elysium seit 25 Jahren geleistet hat, zunächst durch die amerikanischen Erstaufführungen deutschsprachiger Theaterstücke in New York, später durch das Ausgraben und Präsentieren von Werken verfolgter und emigrierter Künstler. Außerdem hob er das soziale Engagement von Elysium für die Randgruppen der Gesellschaft hervor, von den armen Kindern puertoricanischer Einwanderer in New Yorks East Village bis zu den New Yorker Obdachlosen, denen die Elysium Theater Company regelmäßig den Besuch von Theatervorstellungen ermöglichte, um sie anschließend mit warmem Essen und Kleidung zu versorgen. US-Generalkonsul Nelson überbrachte dem vor 25 Jahren in New York gegründeten Elysium seine herzlichsten Glückwünsche. Bernried, so Nelson, begnüge sich nicht damit, „schönstes Dorf Deutschlands“ zu sein, „es wollte auch aller Welt zeigen, dass vielfältiges Kulturleben nicht nur in Großstädten wächst und gedeiht. Seit fünf Jahren hat sich hier ein einzigartiges bayrisch-amerikanisches Kulturprojekt etabliert. ‚Elysium’ hat am Starnberger See seine europäische Heimat – sein Paradies – gefunden.“ Gregorij von Leitis bedankte sich sichtlich gerührt bei den vielen Wegbegleitern und Förderern, die von überall her eigens zu diesem besonderen Tag angereist waren. Im Anschluss an das Essen führte Bürgermeister Steigenberger die Festgäste durch sein Bernried, das schönste Dorf Deutschlands.

„Gershwin, Gershwin und…“: Mit virtuosen Klavierstücken und witzigen Liedern von George Gershwin und anderen amerikanischen Komponisten endete der Festtag. Die begeisterten Zuhörer im voll besetzten Barocksaal feierten mit lang anhaltendem Applaus die hervorragenden Interpreten.


Folgende Veranstaltungen finden in dieser Woche statt:

Dienstag, 27. Mai um 19.00 Uhr im Amerika Haus München:

Erosion der Grundrechte? Inwieweit hat die Digitalisierung aber auch die staatliche Reaktion auf 9 / 11 unser Leben verändert? – Vortrag Frauke Ancker


Freitag, 30. Mai um 19.00 Uhr in der Torbogenhalle Bernried:

Von der Hölle ins Paradies oder Chopin hat mich gerettet – Dokumentarfilm über die Pianistin und Holocaust-Überlebende Alice Herz-Sommer.

Samstag, 31. Mai um 19.00 Uhr im Barocksaal von Kloster Bernried:

Abschlusskonzert der 14. Internationalen Sommerakademie für junge Sängerinnen und Sänger – Lieder von Schubert, Schumann, Liszt und Wolf und Opernszenen von Marschner, Cornelius, Lortzing und von Weber.


Sonntag, 1. Juni um 16.30 Uhr:

Klaviersolokonzert mit Werken von Beethoven, Schumann und Liszt – Solist: Dan Franklin Smith

Viola Collignon

Öffentlichkeitsarbeit

Elysium Festival Bernried

www.elysiumbtc.org

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MfG Butschal

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BeitragVerfasst: 04.06.2008 07:14 
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Bernried – Das letzte Konzert des 5. Elysium Festival Bernried - ein wahrer Höhepunkt: das Solokonzert des New Yorker Pianisten und Musikdirektors von Elysium, Dan Franklin Smith, im Barocksaal von Kloster Bernried. Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum für seine großartigen Interpretationen von Beethovens Sonate Opus 31 No. 3 in Es-Dur, Schumanns Sonate Opus 22 in g-moll und Liszts hochvirtuosen Stücken Apparition Nr. 1 in Fis-Dur, „Adelaide“ und „Widmung“.

Tags zuvor fand das Abschlusskonzert der 14. Internationalen Sommerakademie für junge Sängerinnen und Sänger statt. „Staunenswerte Abwechslung in zwei Liederstunden“ titelte der Münchner Merkur und schrieb weiter: „Das Publikum vernahm mit Staunen, wie zielsicher alle Stimmen ‚ins Tor’ trafen. … Die szenische Ausgestaltung war eine der traditionellen Stärken in der Regieführung von Gregorij von Leitis. … Für den flexiblen und genauen Klavierbegleiter Dan Franklin Smith und das gesamte Gesangs-Ensemble gab es zuletzt stürmischen Applaus.“



Am 5. Juni startet in Europa die in New York begonnene Konzerttour „Cornet: Ullmanns Testament aus Theresienstadt“ zum Gedenken an die Opfer des Holocaust und in Erinnerung an Viktor Ullmanns 110. Geburtstag. Elysium gastiert bis 5. Juli in verschiedenen Orten Deutschlands, in London und in Brüssel. Präsentiert wird die letzte Komposition, die Viktor Ullmann im Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt fertig stellen konnte, bevor er am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ ist ein Melodram für Rezitation und Klavier nach dem gleichnamigen Gedicht von Rainer Maria Rilke. In dieser „starken, berührenden Aufführung“ (New York Times) rezitiert Intendant Gregorij von Leitis, Träger des New York Theatre Club Prize. Am Flügel ist der New Yorker Pianist Dan Franklin Smith, Musikdirektor von Elysium. Das Stück ist eine seltene Kombination von gesprochenem Text und Klaviermusik, wobei die Musik die dramatische Handlung untermalt, kommentiert, bebildert und auf diese Weise verstärkt. Außerdem spielt Smith die 6. Klaviersonate von Ullmann, die ebenfalls im Sommer 1944 in Theresienstadt entstand.



In seinem Einführungsvortrag referiert Michael Lahr, Programmdirektor von Elysium, über „Musik aus Theresienstadt“. Trotz menschenunwürdiger Lebensumstände, trotz Hunger und Schmerzen, trotz Furcht vor Terror und Tod brachten viele Künstler auch im Konzentrationslager die Kraft auf, kreativ tätig zu sein. Ihre Kunst half ihnen, das alltägliche Leiden besser zu ertragen. Während seiner zweijährigen Inhaftierung in Theresienstadt notierte Viktor Ullmann in seinem Tagebuch: „Wir saßen nicht weinend an Babylons Flüssen und unser Wille zur Kreativität war ebenso groß wie unser Wille zum Leben“. Ullmann schuf in Theresienstadt einige seiner schönsten Liederzyklen, sowie einige Klaviersonaten und als sein Meisterwerk die Oper „ Der Kaiser von Atlantis“.



Die Konzerttournee anlässlich von Ullmanns 110. Geburtstag steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Ursula Plassnik, Ministerin für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, Karel Schwarzenberg, Außenminister der Tschechischen Republik und Dr. Frank-Walter Steinmeier, Außenminister der Bundesrepublik Deutschland.



Im Folgenden die einzelnen Konzerttermine:



5. Juni 2008 um 20.00 Uhr

Offenbach – Ledermuseum, Frankfurter Str. 86

veranstaltet von der Max Dienemann / Salomon Formstecher-Gesellschaft Offenbach e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ledermuseum,

info@dienemann-formstecher.de,

www.dienemann-formstecher.de



6. Juni um 19.00 Uhr

Neuwied – Roentgen-Museum, Festsaal, Raiffeisenplatz 1a

veranstaltet vom Roentgen-Museum Neuwied, Tel. (02631) 80 3 379,

www.roentgen-museum-neuwied.de



9. Juni um 18.00 Uhr

London - German Historical Institute, 17 Bloomsbury Square

veranstaltet vom German Historical Institute London,

Tel. +44-(0)207 309 2023, abellamy@ghil.ac.uk



11. Juni um 19.30 Uhr

Berlin – Meistersaal, Köthener Str. 38 (Nähe Potsdamer Platz)

veranstaltet von Elysium – between two continents,

Kontakt: Almut Giesen Tel. (030) 805 827 20, almut@giesen-berlin.de



1. Juli um 20.00 Uhr

Brüssel – Goethe-Institut, Auditorium, 58, Rue Belliard

veranstaltet vom Goethe-Institut Brüssel, dem Österreichischen

Kulturforum Brüssel und dem Tschechischen Zentrum Brüssel,

Kontakt: Jacqueline Kraus Tel. +32-2-234 57 84,

info@bruessel.goethe.org



3.Juli

London – Austrian Cultural Forum

(geschlossene Veranstaltung für den Rotary Club der City of London)



5. Juli um 18.00 Uhr

Coburg – Schloss Callenberg, Roter Salon, Callenberg 1

veranstaltet von der Herzöglichen Sachsen-Coburg und Gotha’schen

Hauptverwaltung, Kontakt: Franziska Bachner, Tel. (09561-55 150),



Dem für diese Tour gebildeten Komitee gehören an:

Yoram Ben-Zeev, Botschafter des Staates Israel in Deutschland,

Jolana Blau, Überlebende aus Theresienstadt und Mitglied des Board of Directors von Elysium – between two continents New York,

Rabbi Paul Chaim Eisenberg, Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien,

Alice Herz-Sommer, Holocaust-Überlebende und Pianistin, der Ullmann seine 4. Klaviersonate widmete,

Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland,

Robert H. Mundheim, New York City,

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha,

Rabbi Arthur Schneier, President of the Appeal of Conscience Foundation und Senior Rabbi Park East Synagogue New York City

und Lord George Weidenfeld, Verleger aus London.





Viola Collignon

Öffentlichkeitsarbeit

Elysium – between two continents

Elysium Festival Bernried

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