Für das Aufführen von Strassenmsuik ist in München eine Lizenz nötig.
Diese Lizenzen werden in bergrenzter Anzahl vergeben, und, das ist neu:
Nur an Interpreten, die zuvor ein Casting bei der Stadtverwaltung erfolgreich hinter sich gebracht haben.
Ziel: Qualitätssteigerung im öffentlichen Raum.
Sicherlich habe ich in der Vergangenheit (nicht in München, das ist weit weg) schon manchen Schrott im Vorbeigehen hören müssen. Ich habe aber auch manchen Schrott in Auslagen und Schafenstern betrachten müssen.
Und wer stellt sicher, dass das Komittee nicht seinen eigenen (oder einen allgemeinstgültig verflachten) Stil zum Maß der Dinge macht?
Wann dürfen entstellte, oder schlecht gekleidete Personen nicht mehr bei Tageslicht in die Fußgängerzonen?
Registriert: 14.04.2007 20:40 Beiträge: 681 Wohnort: Berlin
das is schon krass irgendwie...sobald jemand schief singt oder schräge töne spielt is das dann keine würdige unterhaltung mehr...???
das is dann entartet?
oder wie...???
gruß artinside
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Registriert: 20.01.2006 18:10 Beiträge: 721 Wohnort: München
Mal halblang.
Ich habe mein Atelier 11 Jahre in München in der Fußgängerzone gehabt und bei geöffneten Fenstern, haben einige der sogenannten Musiker, die jeden dritten Ton nicht treffen und das dann als freie Interpretation anbieten, schon schmerzhaft die Grenze zur akustischen Köperverletzung überschritten.
Ich habe einem Akkordeonspieler der besonders übel sein Gerät malträtierte auch schon ein paar Mal Geld dafür gegeben das er wo anders spielt.
Gestern bin ich in der Fußgängerzone spazieren gegangen. Das Niveau hat sich drastisch verbessert. Es war angenehm den Nachmittag zu genießen.
Naja, als Ansässiger kannst Du schlecht flüchten, während die Passanten natürlich einfach "etwas flotter" weitergehen können.
Über das hiesige Niveau kann ich soweit nicht meckern, ansässig möchte ich aber nicht sein, denn ein (notwendigerweise) begrenztes Repertoire wird sich ja wohl unter dem Fenster dann öfter wiederholen ............holen....holen.
Casting wird DAS leider nicht verbessern, sondern, ich fürchte, es wird zu einer Zenzur zugunsten allgemein beliebter (und damit vielleicht besonders nervender) Titel und Aufführungsweisen führen? Da wirds nun schwierig, aber was wäre, wenn Du als Gewerbesteuerzahler eine einerseits uninterssante Grösse bist, keine Lobby hast, und dein eventuelle "eigenwilliges" Atelier dem Fremdenverkehr als abträglich erachtet würde?
Als Ansässiger solltes Du m. E. ohnehin andere = stärkere Rechte haben, als ein Komitee........ Und es gibt ja noch die Selbsthilfe, die Du ja auch genutzt hast.
Ganz andere Sache, wusste nicht, dass Du Mingener bist. In München hat ein Peter Schermuly gewerkelt (lebt der noch), kann man dorten was über den erfahren? Gibt ein Buch über den, (Mosebach), ist aber ansonsten eine bemerkenswert unprominente Grösse als Maler. (nur Privatintersse, auch nicht sooo furchtbar wichtig)
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