Ich will hier an dem Wiki-abschnitt etwas mitaufbauen. Dafür will ich, unter anderem, auch von Joseph Beuys mal ein paar Infos hier reinposten.
(Ich poste nur ein paar der großen Fakten über ihn - Quelle =
http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Beuys)
(Falls es hier seltsame Zeichen geben sollte: Das kommt daher, dass ich diesen Text rauskopiert habe, bitte habt Verständnis)
Warum Beuys ? Er war unter anderem Mitbegründer der FIU (Free International University - die Kunstschule die ich besuche) und er lehrte auch ein paar Dozenten die mich nun lehren. Ich bin in diesem Sinne stolz seinen Namen nun auch mal ein wenig mit diesem Post zu ehren.
Kindheit und Jugend im Dritten Reich (1921–1941)
Joseph Beuys war der Sohn des Kaufmanns Josef Jakob Beuys (1888−1958) und dessen Frau Johanna Maria Margarete Beuys (geb. Hülsermann, 1889−1974). Der Vater betrieb in Krefeld eine Mehl- und Futtermittelhandlung. Im Herbst 1921 siedelte die Familie nach Kleve über.
Von 1927 bis 1932 besuchte er die Katholische Volksschule, anschließend das „Staatliche Gymnasium Cleve“, heute „Freiherr-vom-Stein-Gymnasium“. Er lernte Klavier- und Cellospielen; in der Schule zeigte er im Zeichenunterricht Talent. Außerhalb der Schulzeit besuchte er mehrmals das Atelier des flämischen, in Kleve ansässigen Malers und Bildhauers Achilles Moortgat (1881−1957). Die Interessen des Schülers, geweckt durch einen Lehrer, galten der nordischen Geschichte und Mythologie. Während der auch in Kleve von den Nationalsozialisten organisierten Bücherverbrennung am 19. Mai 1933 im Hof des Gymnasiums hatte er, im Alter von 12 Jahren, heimlich u. a. einen Katalog mit Reproduktionen von Wilhelm Lehmbruck und das Buch Systema Naturae von Carl von Linné an sich genommen.
Spätestens 1936 ist die Mitgliedschaft des 15-jährigen Beuys in der Hitler-Jugend belegt, als er im HJ-Bann 238/Altkreis Kleve am reichsweiten großen Sternmarsch zum Reichsparteitag nach Nürnberg teilnahm. Von 1938 bis 1941 spielte er am Gymnasium im sogenannten Bannorchester der HJ Cello. Um 1939 schloss Beuys sich einem Zirkus an, um für fast ein Jahr als Plakatausträger und Tierpfleger mitzuwirken. Ostern 1941 verließ er das Gymnasium mit dem Reifevermerk.
Kriegszeit (1941–1945)
Nach seinem Abschluss am Staatlichen Gymnasium 1941 meldete sich Beuys freiwillig zur Luftwaffe. Ab dem 1. Mai 1941 wurde er in Posen vom späteren Tier- und Dokumentarfilmer Heinz Sielmann zum Bordfunker ausgebildet. Sielmann förderte das Interesse seines Rekruten an der Botanik und Zoologie; Beuys besuchte sieben Monate lang als Gasthörer Vorlesungen in diesen Fächern und der Geographie an der Universität Posen.
Nach seinem Ausbildungsabschluss als Bordfunker wurde er auf der Krim stationiert und nahm im Juni 1942 am Luftkampf um die Festungsstadt Sewastopol teil. Ab Mai 1943, Beuys war inzwischen Unteroffizier, wurde er in Königgrätz im damaligen „Protektorat Böhmen und Mähren“ als Bordschütze in einem Sturzkampfflugzeug vom Typ JU 87 (Stuka) eingesetzt. Nach der Verlegung zum Luftwaffenstab Kroatien im Sommer 1943 war er bis ungefähr 1944 an der östlichen Adria stationiert. Von dort flog er zeitweise zu Waffentests die Luftwaffenbasis in Foggia an. Zahlreiche Skizzen und Zeichnungen aus Kriegstagen sind hier entstanden.
Am 4. März 1944 begann die Rote Armee an der Ostfront ihre Frühjahrsoffensive und erzwang den Rückzug der deutschen Verbände aus der Ukraine. Bei einem Schneesturm am 16. März 1944 stürzte Beuys' Stuka 200 Meter östlich von Freifeld, heute Snamenka, über der Krim ab; der Pilot Hans Laurinck starb. Joseph Beuys wurde bei diesem Unglück schwer verletzt; er erlitt einen Schädelbasisbruch, mehrere Knochenbrüche sowie ein Absturztrauma. Die Granatsplitter in seinem Körper konnten nie vollständig entfernt werden. Krimtataren entdeckten das abgestürzte Flugzeug und benachrichtigten ein deutsches Suchkommando.
Im August 1944 wurde er trotz seiner Verletzungen an die Westfront einberufen, wo er als Fallschirmjäger eingesetzt wurde. Er erreichte dabei den Dienstgrad eines Feldwebels. 1944 wurde er mit dem „Abzeichen für Fliegerschützen“, mit dem „Eisernen Kreuz 2. Klasse“ und mit dem „Eisernen Kreuz 1. Klasse“ ausgezeichnet. Aufgrund von fünf Verwundungen erhielt er zudem das goldene „Verwundetenabzeichen“.
Documenta und kommerzieller Erfolg
Nachdem Beuys 1964 an der documenta III in Kassel teilgenommen hatte, auf der er von da an regelmäßig mit seinen Werken vertreten war, folgte neben Einzelpräsentationen auch seine zunehmende Präsenz in der Öffentlichkeit. Mit der Aktion wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt eröffnete Joseph Beuys im November 1965 in der Galerie Schmela, Düsseldorf, die Ausstellung Joseph Beuys ... irgend ein Strang ..., seine erste in einer kommerziellen Galerie. Das Städtische Museum Abteiberg in Mönchengladbach zeigte von September bis Oktober 1967 die erste umfassende Ausstellung BEUYS. Durch vertragliche Vereinbarung gingen die ausgestellten Arbeiten in den Besitz des Sammlers Karl Ströher über, unter der Voraussetzung, dass dieser wesentliche Werkteil „geschlossen erhalten bleibt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird“. Bei einem der sogenannten „Akademierundgänge“ im Februar 1969 in der Kunstakademie Düsseldorf stellte Beuys auch sein eigenes Werk Revolutionsklavier aus, ein mit etwa 200 roten Nelken und roten Rosen übersätes Instrument. Das Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basels zeigte von Juli bis August 1969 die Ausstellung Joseph Beuys Zeichnungen, kleine Objekte.
Anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung von André Masson im Museum am Ostwall in Dortmund im April 1970 fand ein Gespräch zwischen Joseph Beuys und Willy Brandt statt. Beuys regte an, wenigstens einmal monatlich Künstlern das Fernsehen als Diskussionsforum zur Verfügung zu stellen, damit die breite Öffentlichkeit die Ideen der wahren Opposition kennen lernen könne. Sinn war, dass diese Opposition effektivere Möglichkeiten bekäme, um ihre gesellschaftspolitischen Vorstellungen präzisieren zu können, denn, so der Künstler, sie hätte „keine andere Informationsebene als die Straße, und deshalb bitte ich, nicht für mich, um eine entsprechende Befreiung der Medien.“ Brandt leuchtete dies ein, er meinte jedoch, er könne nicht dafür eintreten, dass die Kunst „kraft eines politischen Amtes irgendwie zur Propaganda“ werde. Eine zweitägige Arbeitskonferenz zwischen Joseph Beuys, Erwin Heerich und Klaus Staeck in Heidelberg fand im September 1971 statt. Ziel war es, ein Konzept für die Organisation eines „internationalen freien Kunstmarkts“ zu erarbeiten. Als Ergebnis fand im Oktober 1971 ein „2. internationales Meeting freier Kunstmarkt“ in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf statt.
Zur documenta 5 im Jahre 1972 entstand Beuys’ Arbeit „Dürer, ich führe persönlich Baader + Meinhof durch die Dokumenta V“, die unter dem Aspekt einer künstlerischen Betrachtung des beginnenden Terrors der Baader-Meinhof-Gruppe entstand. Im Oktober 1972 fand die Eröffnung der Ausstellung Arena – dove sarei arrivato se fossi stato intelligente (dt: „Arena – wo wäre ich hingekommen, wenn ich intelligent gewesen wäre“) in der Galleria Attico in Rom statt.
Person Beuys
Die tägliche Anwesenheit in der Akademie, die Auskunftsfreude gegenüber Presse, Rundfunk und Fernsehen und die Schonungslosigkeit, mit der sich Beuys in seinen Kunstaktionen bis zum gesundheitlichen Raubbau zu präsentieren schien, prägten auch das Bild von der Person des Künstlers.
An den Akademien war es in den 1960er Jahren keineswegs Sitte, dass der Lehrer den Studenten täglich zur Verfügung stand; das Prinzip, die eigene künstlerische Arbeit mit der Ausbildung der Studenten zu identifizieren, blieb auch später durchweg eine Ausnahme. Ausstellungen fanden in der Tagespresse gewöhnlich wenig Resonanz, die Gegenwartskunst hatte ihre Fachkreise und ihr begrenztes Galeriepublikum. Kataloge zeigten keine Fotos der Künstler. Kunstaktionen, wie das Happening Ende der 1960er Jahre, erlaubten der Presse und dem Fernsehen erstmals interessante Bilder auch in Schwarzweiß; die Kunstaktionen Joseph Beuys' gaben in ihren seinerzeit als ungewöhnlich bis ärgerniserregend empfundenen Formen Anlass, vor allem die Person des Künstlers ins Bild zu setzen. Nach der spektakulären Rheinüberquerung 1973 war auch die an sich wenig aufsehenerregende Kleidung des Künstlers, bestehend aus Jeans, weißem Hemd mit Anglerweste und Filzhut, zum Markenzeichen avanciert, das Beuys auch weiterhin nicht nur für die mediale Verbreitung seiner Ideen, sondern nach 1980 auch für seinen Auftritt auf der politischen Bühne einsetzte.
Das nur schwer abzubildende Werk des Künstlers wurde ersetzt durch das Bild des Mannes mit dem Filzhut. Die polarisierende Wirkung der Arbeiten übertrug sich auf die Wahrnehmung der Person. Die Kritiker sprachen von einem Scharlatan oder Schamanen, begeisterte Anhänger hielten ihn für einen Leonardo da Vinci der Gegenwart. Die Fülle der Aussagen, die Beuys der Öffentlichkeit übermittelte, gaben ebenso hinreichend Anlass für Zuschreibungen seiner Person. Für seine Reflexionen zum Beispiel über ein zentrales Motiv der Kunst, den Tod, nannte man ihn einen Schmerzensmann der Kunst.
------ Ich hoffe euch hat dieser Beitrag gefallen ------- Denkt dran: "Jeder Mensch ist ein Künstler!" - Zitat: Joseph Beuys
Mfg -Cage-