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Jule
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Betreff des Beitrags: Alles blau Verfasst: 31.03.2009 20:29 |
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Registriert: 12.04.2007 14:26 Beiträge: 1278 Wohnort: in the rye
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Alles blau
"Wenn du
neben mir sinkst
... und damit dein letzter Laut
Sehe ich in der Stille
Alles blau.
Was ist das, hm?", fragte der Junge mit den blauen Latzhosen.
"Ein Gedicht natürlich. Kuhn?"
"Kuhn. Klar Kuhn. Was sonst, mensch, aber ich meine ja, was das ist. Also, was ist das jetzt, hm?" Als er das sagte, knickte er die Rückseite des dünnen Gedichtbandes mit den gerade mal siebzig Seiten nach hinten, nach hinten ganz durch.
"Nicht so knicken, hey! Mensch knick´ das nicht so! Bücherschänder, du. Mit Büchern muss man vorsichtig umgehen, du."
"Es ist immernoch mein Buch, also, was ist das nun?", fragte der eine.
Und dann schlich sich ein kleiner Moment der Stille zwischen die zwei Kindergesichter. Erwartungsvoll blickte der eine den anderen an, und gespannt.
"Das ist über Liebe."
"Über Liebe?"
"Mensch, ja, natürlich über Liebe. Und über Sex."
"Über Sex?! Ja, spinnst du?"
"Ach wo. Ich spinn doch nicht. Der, der das geschrieben hat, spinnt allerhöchstens. Ich doch nicht. Was habe ich denn mit dem am Hut, mit dem lieben Kuhn? Was hab ich denn damit am Hut, dass der über Liebe und Sex Gedichte schreibt, hm?"
"Na, viel hast du am Hut damit, sag ich! Na, also, wie kommst du denn nun darauf, dass das ein Liebesgedicht ist? Sag´s mir, oder willst du´s für dich behalten?"
"Neh, du, warum sollte ich. Na ja, pass mal auf..." Der Junge mit dem weißen, viel zu weiten Hemd griff ihm das Buch aus der Hand und knickte es in seine usprüngliche Form zurück. Fein aufgeschlagen, Seite um Seite, nebeneinander, hintereinander, wie es sich gehörte. "Also, pass mal auf... wenn du neben mir sinkst und damit dein letzter Laut... über ihm war sie eben vorher, das ist alles. Und jetzt liegen sie nebeinander, weil sie neben ihm gesunken ist, das ist doch alles, was da dabei ist. Und naja, blau... er sieht eben alles blau. Man sieht doch alles blau, wenn man verliebt ist."
"Haha, blau? Du Dummkopf, ROT sieht man alles, wenn man verliebt ist. Oder rosa, aber doch nicht blau!"
"Na, ich sehe eben blau, und? Wenn es mir doch so gefällt, und? Ich sehe eben blau".
"Warst du überhaupt schon mal verliebt?"
"Nein, aber was tut das zur Sache?"
"Vieles tut das zur Sache".
"Ach wo, nirgends tut das etwas zur Sache. Ich meine eben, man sieht in der Liebe alles blau, was ist da dabei?"
"Siehst du, deswegen sagte ich, du hast was am Hut damit. Du hast doch was am Hut damit." Als er das sagte, nahm er sich einfach das Buch zurück, knickte die zwei Hälften zu einer zusammen und nahm es in die eine Hand, während er in die andere seinen Kopf legte. Nicht an die harte Baumrinde, an die er sich lehnte, legte er seinen Kopf, sondern in seine Hand, er, der im Schneidersitz saß auf der dicken Wurzel unten am Ende des langen Eichenstamms.
"Jetzt sage ich dir, über was das Gedicht wirklich geht... es geht um ein Schiff."
"Um ein Schiff? Nie im Leben, mensch! Du spinnst doch."
"Na klar geht es um ein Schiff. Pass auf... Das ist ein Schiff, das da sinkt. Und weil der Kaptain dann im Wasser untergeht, sieht er alles blau. Deswegen steht da das mit dem Blau. Das hat aber doch überhaupt nichts mit Liebe oder Sex zu tun."
"Na, warum denn nicht? Ehrlich, ich finde deine Idee mit dem Schiff nicht viel toller. Außerdem, wie soll ein Schiff neben einem untergehen? Wenn, dann MIT einem. Ich meine, wenn, dann geht das Schiff mit einem unter, oder?" Kaum hatte dieser Kindersatz seinen Mund verlassen, hatt er sich das Buch auch schon ein zweites mal zu Eigen gemacht. "Ich finde meine Liebesidee fünfhundert mal besser. Oder hast du etwa schon mal auf einem Schiff gesessen?"
"Nein."
"Siehst du? Und außerdem... da war mal ein Mädchen, die hatte zwei lange Zöpfe, bis zu den Knien gingen die ihr, ich sag es dir, mensch."
"Ach, du lügst doch."
"Neh, glaubst DU nur! Wirklich, sag ich dir, bis zu den Knien. Maria hieß sie. Maria, mensch... toller Name, oder? Sie wollte aber nichts von mir wissen, diese Maria. Ich lese ihr zu viel, hat sie gesagt, da kommt man auf dumme Gedanken. Aber sie war trotzdem toll, die Maria..."
Und als der Junge in dem weißen, viel zu weiten Hemd einmal für einen Moment nicht Acht gab, als er gerade in seinem Maria Bericht schwelgte, grapschte sich der Junge in den blauen Latzhosen verstohlen das Buch zurück.
"Hey!", schoss es aus dem anderen, der ganz plötzlich aus seinen Liebesträumen, erwachte, von denen er dachte, dass sie keine waren.
"Mein Buch", sagte der andere. "Weißt du eigentlich, was? Schreib doch mal ein Gedicht über deine Maria. Deine Maria mit den knielangen Zöpfen gäbe glatt ein Gedicht auf dem Niveau her...", und dabei zeigte er auf das dünne Buch. "...du Pausenhofpoet."
"Veräppel mich nicht, du"
"Ich veräppele dich nicht. Ich mein das so. Nun ja, wie auch immer, was meinst du, wollen wir langsam nach Hause gehen? Mir wird schon kühl."
"Ach, ich denk ein bissschen an Maria. Dann wird mir warm und ich sehe blau."
"Ich hab dir doch gesagt, mein Gott, ROSA."
"Ach du, lass mich mit deinem Rosa. Lies mir ein paar Gedichte vor, hm?" Und der junge mit dem weißen Hemd legte sich auf das grüne, etwas angebraunte Gras, alle Viere, Hände und Füße, weit von sich gestreckt.
"Ich sagte doch, mir wird langsam kühl."
"Zehn Minuten?"
"Na gut, zehn Minuten..." Dann zögerte er einen Moment, der Junge mit der blauen Latzhose. "Glaubst du, Herr Enger fragt uns das morgen in der Schule ab, das Gedicht?"
"Na, wenn, dann kommen wir sicherlich nicht weit mit unseren Schiffen und Liebesgeschichten. Aber mal ehrlich, wen kümmert das schon? Du magst doch die Gedichte glatt mehr, als der Enger. Und ich auch. Ich glaube, wenn man etwas wirklich mag, dann weiß man automatisch viel darüber. Also, ich meine, ganz automatisch, verstehst du?"
"Meinst du? Na, wie stellst du dir das vor, automatisch?"
"Naja, weißt du, wenn man was mag und so... meinst du nicht, dass man sich nun wohl sehr intensiv damit beschäftigt? Wenn man sich also viel mit etwas beschäftigt, dann weiß man viel darüber, nicht? Also, lies mir lieber was vor, hm?"
Und der Junge mit den blauen Latzhosen fing an zu lesen, ohne noch einmal nachzufragen, denn Kinder fragen nicht nach, dachte er sich. Und sie wussten noch nicht, wann man tatsächlich viel über etwas wusste, alles, was sie konnten, war etwas sehr zu lieben. Und als der Wind die Gedichte so durch die Luft trug, die der Junge mit der blauen Latzhose las, rauschten die Blätter zweideutig.
Zehn Jahre später zog der Junge mit der blauen Latzhose, die nun ein dunkelblauer Anzug geworden war, eine Schublade auf. Da sah er den dünnen Band mit gerade mal siebzig Seiten und schlug ihn auf, knickte ihn zusammen und warf einen Blick auf ein Gedicht.
Wenn du neben mir sinkst
... und mit dir dein letzter Laut
Sehe ich in der Stille
Alles blau.
"Ach ja... das ist über Soldaten. Hat uns unser Professor erzählt, der Alte aus dem Krieg damals", dachte er und wunderte sich, warum er plötzlich an Schiffe denken musste.
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lydia
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 31.03.2009 21:30 |
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Registriert: 09.08.2007 19:44 Beiträge: 1105 Wohnort: hier und dort
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krasses ende...
irgendwie wirds dann dadruch dramatisch.
du, ich finde du schreibst gut...mach das weiter.
eine sprache finde ich manchmal zu sehr " um den heißen brei herum" vielleicht knackiger fassen ?!
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Jule
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 31.03.2009 21:38 |
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Registriert: 12.04.2007 14:26 Beiträge: 1278 Wohnort: in the rye
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Danke, lydi.
Jup, ich mach das auf jeden Fall weiter. Macht mir auch riesen Spaß, ich mach das gerne, vor allem neben meiner Malerei, weil es völlig anders ist und ich da nochmal nen zusätzlichen Weg gefunden hab, mich auszudrücken, also, da kann ich mich eben akkurater ausdrücken als mit dem Zeichnen. Das ist ganz gut, wenn man dann zwei so Schienen hat. Für´s Malen nehm ich meistens kurze, spontane Gedankengänge, naja, die sich eben in ein Bild fassen lassen.
Ich hatte mir bei der Geschichte erst überlegt, es ohne den letzten Absatz zu lassen, aber dann dachte ich mir, irgendne Desillusionierung der kindlichen Unschuld am Anfang muss noch her.
Ihnen wurde ja völlig die Freiheit beraubt... werden in Anzüge gepresst und müssen Lehrmeinungen übernehmen und vergessen die Schiffe dabei... eigentlich traurig. Das ist es, wogegen ich mich stelle.
Was findest du gut daran, wie ich schreibe?
Findest du, man erkennt ansatzweise nen roten Faden, also so ne Art "eigenen Stil"? Da will ich halt hin, ne. Ich weiß halt, dass ich momentan noch etwas undefiniert bin... is halt aukch so, weil ich noch nicht lange schreib und noch nicht viel geschrieben hab. Ich muss halt noch mehr aus mir raus, aber zumindest weiß ich schon grob, was mir liegt halt. Also, ich glaub halt, ich bin nicht der Typ, der sich ewig in irgendwelchen langen Satzkonstruktionen verliert oder sowas. Bei sowas merk ich dann schnell, dass es nicht ich bin und dass es konstruiert ist, wenn ich mich daran versuche zum Beispiel.
Mit dem um den heißen Brei... jo, da könntest du Recht haben. Werd ich mir mal zu Herzen nehmen. Hättest du da konkrete Beispiele?
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Klangfarbe
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 01.04.2009 00:30 |
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Registriert: 16.08.2007 18:41 Beiträge: 1580
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die geschichte find ich shcon wesentlich besser...
zwecks heißen breis. eig mag ich sowas auch nicht..mag eig kurze und knacike ansagen...wenig labern mit viel inhalt. aber...das ist nicht deins, deins ist rumlabern...aber ich muss sagen, dass du das hier teilweise richtig gut gemacht hast, dass sogar ich (als jemand der das eig nicht mag xD) gefallen daran findet. also manche stellen sind nochn bisschen wackelig in meinen augen...bei der geschichte hier sind auch nicht ganz so kleine "macken"...also da gäbs m.e. shcon noch einiges zu feilen...aber im großen und ganzen und wenn ich so auch an frühere geschichten von dir denke, find ich das jetzt echt gut  würde auch nicht sagen, dass du an der sprache arbeiten musst. passt genau...nur so paar stellen..wie gesagt..aber ich glaub das macht die übung
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Jule
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 01.04.2009 13:24 |
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Registriert: 12.04.2007 14:26 Beiträge: 1278 Wohnort: in the rye
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Rumlabern? Danke.
Kannst du mir mal Beispiele für zu verbessernde Stellen geben? Würde mir echt viel weiterhelfen!
Also, meinst du jetzt, ich soll da was ändern oder nicht? ^^ Ich finde, das hat sich gerade zweideutig angehört. Also, du meinst das so, dass diese paar Stellen halt noch zu verbessern sind.
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Klangfarbe
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 01.04.2009 14:48 |
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Registriert: 16.08.2007 18:41 Beiträge: 1580
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hm glaub wprde die geschichte so lassen..oder ka...sind halt in meinen augen nicht nur son paar kleine stellen..sodnern vom grundaufgabu schon...naja ist ja auch nur meine meinung.
aber manche stellen sind so köstlich.
"Und dann schlich sich ein kleiner Moment der Stille zwischen die zwei Kindergesichter. Erwartungsvoll blickte der eine den anderen an, und gespannt.
"Das ist über Liebe."
"Über Liebe?"
"Mensch, ja, natürlich über Liebe. Und über Sex."
"Über Sex?! Ja, spinnst du?"
"Ach wo. Ich spinn doch nicht. Der, der das geschrieben hat, spinnt allerhöchstens. Ich doch nicht. Was habe ich denn mit dem am Hut, mit dem lieben Kuhn? Was hab ich denn damit am Hut, dass der über Liebe und Sex Gedichte schreibt, hm?"
"Na, viel hast du am Hut damit, sag ich! Na, also, wie kommst du denn nun darauf, dass das ein Liebesgedicht ist? Sag´s mir, oder willst du´s für dich behalten?"
"Neh, du, warum sollte ich. Na ja, pass mal auf..." Der Junge mit dem weißen, viel zu weiten Hemd griff ihm das Buch aus der Hand und knickte es in seine usprüngliche Form zurück. Fein aufgeschlagen, Seite um Seite, nebeneinander, hintereinander, wie es sich gehörte. "Also, pass mal auf... wenn du neben mir sinkst und damit dein letzter Laut... über ihm war sie eben vorher, das ist alles. Und jetzt liegen sie nebeinander, weil sie neben ihm gesunken ist, das ist doch alles, was da dabei ist. Und naja, blau... er sieht eben alles blau. Man sieht doch alles blau, wenn man verliebt ist."
"Haha, blau? Du Dummkopf, ROT sieht man alles, wenn man verliebt ist. Oder rosa, aber doch nicht blau!"
"Na, ich sehe eben blau, und? Wenn es mir doch so gefällt, und? Ich sehe eben blau".
"Warst du überhaupt schon mal verliebt?"
"Nein, aber was tut das zur Sache?"
"Vieles tut das zur Sache".
"Ach wo, nirgends tut das etwas zur Sache. Ich meine eben, man sieht in der Liebe alles blau, was ist da dabei?"
"Siehst du, deswegen sagte ich, du hast was am Hut damit. Du hast doch was am Hut damit." Als er das sagte, nahm er sich einfach das Buch zurück, knickte die zwei Hälften zu einer zusammen und nahm es in die eine Hand, während er in die andere seinen Kopf legte. Nicht an die harte Baumrinde, an die er sich lehnte, legte er seinen Kopf, sondern in seine Hand, er, der im Schneidersitz saß auf der dicken Wurzel unten am Ende des langen Eichenstamms.
"Jetzt sage ich dir, über was das Gedicht wirklich geht... es geht um ein Schiff."
"Um ein Schiff? Nie im Leben, mensch! Du spinnst doch."
"Na klar geht es um ein Schiff. Pass auf... Das ist ein Schiff, das da sinkt. Und weil der Kaptain dann im Wasser untergeht, sieht er alles blau. Deswegen steht da das mit dem Blau. Das hat aber doch überhaupt nichts mit Liebe oder Sex zu tun."
"Na, warum denn nicht? Ehrlich, ich finde deine Idee mit dem Schiff nicht viel toller. Außerdem, wie soll ein Schiff neben einem untergehen? Wenn, dann MIT einem. Ich meine, wenn, dann geht das Schiff mit einem unter, oder?" Kaum hatte dieser Kindersatz seinen Mund verlassen, hatt er sich das Buch auch schon ein zweites mal zu Eigen gemacht. "Ich finde meine Liebesidee fünfhundert mal besser. Oder hast du etwa schon mal auf einem Schiff gesessen?"
"Nein." "
das mit dem mödchen dann...das fügt sich nicht ganz soo ein finde ich..aber das vorher..gefällt mir wirklich^^
""Ach, ich denk ein bissschen an Maria. Dann wird mir warm und ich sehe blau." "
das pasts auch perfekt...find das mit dem blau sowieso gut...
ich find der letzte abschnitt fügt sich auch nicht so ein. find aber deine intention dahinter gut...aber naja umsetzung hmm überzeugt mich net ganz soo...
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Jule
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 01.04.2009 15:42 |
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Registriert: 12.04.2007 14:26 Beiträge: 1278 Wohnort: in the rye
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Ja, das mit dem Mädchen, das fügt sich wirklich nicht so ein, hast Recht. ^^
Das kommt daher, weil er vorher gefragt wird, ob er schon mal verliebt war... und dann sagt er nein.... und dann sagt er aber später, dass da doch mal ein Mädchen war... aber er denkt ja, er ist nicht in sie verliebt. Obwohl ich schon glaube, das er das ist. ^^
Ach so, du hättest die Geschichte von Grund auf anders aufgebaut... na, das ist ja dann was völlig anderes, ja. ^^
Wie hättest du sie aufgebaut? So grob mein ich jetzt nur, also, du musst mir da jetzt nicht nen ausführlichen Kommentar drüber schreiben oder so. ^^
Der letzte Abschnitt sollte sich denke ich auch nicht "einfügen", sondern viel mehr die Geschichte abreißen sozusagen.  Dafür war er, zumindest aus meiner Sicht, gedacht.
Meine Lieblingsstellen sind die hier:
"Schreib doch mal ein Gedicht über deine Maria. Deine Maria mit den knielangen Zöpfen gäbe glatt ein Gedicht auf dem Niveau her...", und dabei zeigte er auf das dünne Buch. "...du Pausenhofpoet."
"Na, wenn, dann kommen wir sicherlich nicht weit mit unseren Schiffen und Liebesgeschichten. Aber mal ehrlich, wen kümmert das schon? Du magst doch die Gedichte glatt mehr, als der Enger. Und ich auch. Ich glaube, wenn man etwas wirklich mag, dann weiß man automatisch viel darüber. Also, ich meine, ganz automatisch, verstehst du?"
"Meinst du? Na, wie stellst du dir das vor, automatisch?"
"Naja, weißt du, wenn man was mag und so... meinst du nicht, dass man sich nun wohl sehr intensiv damit beschäftigt? Wenn man sich also viel mit etwas beschäftigt, dann weiß man viel darüber, nicht? Also, lies mir lieber was vor, hm?"
Und der Junge mit den blauen Latzhosen fing an zu lesen, ohne noch einmal nachzufragen, denn Kinder fragen nicht nach, dachte er sich. Und sie wussten noch nicht, wann man tatsächlich viel über etwas wusste, alles, was sie konnten, war etwas sehr zu lieben. Und als der Wind die Gedichte so durch die Luft trug, die der Junge mit der blauen Latzhose las, rauschten die Blätter zweideutig.
Findet ihr, das erinnert an Borchert???
Meine Freundin sagt, ich lasse mich noch etwas von ihm beeinflussen... bin mir da selbst so unsicher, aber das kann schon sein, weil er irgendwie mein Lieblingsautor ist... irgendwie lässt man sich da schon inspirieren.
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Klangfarbe
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 01.04.2009 23:28 |
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Registriert: 16.08.2007 18:41 Beiträge: 1580
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ja..hab schon dann auch etwas später gemerkt, wie das mit dem mädchen gemeint war...aber der +übergang ist halt nicht so flüssig. auch dass er nicht denkt in sie verliebt zu sein..find ich iwie komisch...also grad diese eine stelle wo du das auch konlret schreibst "der ganz plötzlich aus seinen Liebesträumen, erwachte, von denen er dachte, dass sie keine waren."
naja
ne ich hätte die geschichte nicht grundlegend anders aufgebaut...also nicht wirklich...ich meine nur, dass die verbesserungen eben jetzt mehr sind als mal ne zeile zu ändern oder nen paar wörter auszutauschen oder so...also zum teil halt grundlegender...
naja einfügen...kannste nennen wiede willst, find den übergang da nicht so gut^^ bzw was heißt übergang...generell den letzten teil hmmm mag ich iwie nicht ganz so...also von der umsetzung.
naja...kann wahrscheinlich borchert nur sehr schlecht einschätzen...aber ja...erinnert shcon iwie an seine geschichten...aber ich finds nicht shclecht..nö. vllt musste da einfach nur weitermachen, um dann eben auch noch darüber hinaus zu gehen...aber jetzt zwanghaft dagegen vorgehen würd ich nicht...ich find der schreibstil liegt dir ja 
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Jule
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2009 15:26 |
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Registriert: 12.04.2007 14:26 Beiträge: 1278 Wohnort: in the rye
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Kannst du mir dann doch mal Beispiele nenen, wo du grundlegend was ändern würdest? ^^; Hätt ich dann schon ganz gerne, ich glaube, das hilft mir so mehr weiter... sonst weiß ich nicht direkt, um was es sich handelt.
Ich find´s auch komisch, das mit dem Mädchen. Aber gerade das find ich gut. Also an ihm.
Ja, beiim letzten Teil soll ja auch kein Übergang sein.  Wie gesagt: Abreißen.
Ich denke auch, zwanghaft dagegen angehen hilft nicht, hm... ich fände es nur schade, wenn es so aussehen würde, als würde ich seinen Schreibstil "kopieren"... ich will ja, dass das mein Schreibstil ist.
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Klangfarbe
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 02.04.2009 20:24 |
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Registriert: 16.08.2007 18:41 Beiträge: 1580
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na z.b. das ende. und du kannst es nennen wie du magst jule xxD der übergang kann auch abreißend sein, mir egal, aber ich mag den übergang da nicht...ich find da ist auch son stilbruch...also du schriebst danach wieder sachlicher finde ich..iwie. iwie weniger im fluss...also jetzt innerhalnb des letzten abschnitts...
anosnten halt das mit dem möädchen z.b...hab jetzt aber leider auch keine verbesserungsvorschläge. es sollte sich nur besser einfügen..halt mehr "fließen"..finde ich.
den anfang finde ich ok, aber auch nicht super toll...mit dieser frageirei "was ist das?"
insgesamt machts find ich auch nicht soo den eindruck, dass die beiden die gedichte da so mögen hmm...wobei ich das inzwischen schon etwas anders sehe
""Naja, weißt du, wenn man was mag und so... meinst du nicht, dass man sich nun wohl sehr intensiv damit beschäftigt? Wenn man sich also viel mit etwas beschäftigt, dann weiß man viel darüber, nicht? Also, lies mir lieber was vor, hm?"
Und der Junge mit den blauen Latzhosen fing an zu lesen, ohne noch einmal nachzufragen, denn Kinder fragen nicht nach, dachte er sich. Und sie wussten noch nicht, wann man tatsächlich viel über etwas wusste, alles, was sie konnten, war etwas sehr zu lieben. Und als der Wind die Gedichte so durch die Luft trug, die der Junge mit der blauen Latzhose las, rauschten die Blätter zweideutig.
"
den schluss vom ersten teil find ich irgendwie auch nicht ganz soo doll. das mit dem fragen z.b. klingt so als wenn dus wegen des inhalts noch einfügen wolltest unbedingt..weiß nicht hm.
"Und sie wussten noch nicht, wann man tatsächlich viel über etwas wusste, alles, was sie konnten, war etwas sehr zu lieben. " der satz klingt bisschen verquer..finde ich.
und das mit dem zweideutig..ich denk das magste slebst ganz gern^^ aber ich find das pasts hier nicht soo...also es ist nen schöner ausdruck..allgemein, aber hier passts nicht so..m.e.
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Jule
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.04.2009 15:51 |
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Registriert: 12.04.2007 14:26 Beiträge: 1278 Wohnort: in the rye
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Dass ich da sachlicher geschrieben hab, finde ich jetzt umso besser noch, für den Schluss, also das passt sogar nochmal besser darauf, wie ich ihn sehe. ^^
Mit dem Mädchen gebe ich dir Recht, ja.
Was stört dich an der Fragerei?
Naja, ob sie die Gedichte mögen... keine Ahnung, wie das wirkt.  Also, wo ich die Geschichte geschrieben habe, da hatte ich den Eindruck jedenfalls... für mich bedeutet es das, wenn zwei KINDER (oder jugendliche) freiwillig Gedichte lesen und sich drüber Gedanken machen... dass sie es mögen. Sehr mögen sogar. Vielleicht bin ich da ein bisschen zu sehr von meiner eigenen Empfindung gesteuert... aber naja, ich schreib ja keine Geschichten "für" jemanden... ich schreib sie eben. ^^
Wie meinst du das, der Satz klingt verquer?
Das mit dem zweideutig mag ich wirklich gerne, ja.  Das ist wahrscheinlich meine liebste Stelle in der ganzen Geschichte. 
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